Ausbildungsdienst der Drohnengruppe

Die schnelle und strukturierte Suche nach vermissten Personen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben unserer Einsatzkräfte der Drohnengruppe. Um für diese komplexen Lagen optimal gerüstet zu sein, lag der Schwerpunkt des Ausbildungsdienstes am 29. April 2026 auf der taktischen Personensuche aus der Luft und dem praktischen Umgang mit unserem neuen Flugsystem, der DJI M30T.

Bevor die Drohne in den Einsatz ging, trainierte die Gruppe intensiv die unerlässliche Flugvorbereitung und Risikobewertung. Dazu gehörten die systematische Prüfung von Wetterdaten und temporären Luftraumbeschränkungen sowie die Evaluierung potenzieller Gefahrenquellen am Boden und in der Luft. Da ein unkoordiniertes Abfliegen eines Gebietes bei Vermisstensuchen selten zum Erfolg führt, nahm die taktische Flugplanung einen großen Raum ein. Anhand fiktiver Einsatzszenarien wurden Suchkorridore definiert, wobei der letzte bekannte Aufenthaltsort, topografische Besonderheiten und die wahrscheinliche Bewegungsrichtung der Zielperson strategisch berücksichtigt wurden.

Nach der sorgfältigen Planung ging es dann in die praktische Umsetzung. Die Einsatzkräfte trainierten intensiv den Umgang mit der hochauflösenden Wärmebildkamera und dem leistungsstarken Hybrid-Zoom der neuen Drohne. Diese Sensoren ermöglichen es, verdächtige Wärmequellen selbst unter schwierigen Bedingungen aus einer sicheren Flughöhe zu identifizieren. Zudem wurde der integrierte Laser-Entfernungsmesser genutzt, um per Knopfdruck die exakten GPS-Koordinaten der aufgefundenen Person zu ermitteln. Diese können dann direkt an die Suchtrupps am Boden weitergegeben werden.