Personensuche
Datum: 30. März 2026 um 19:05 Uhr
Alarmierungsart: DME
Dauer: 9 Stunden 55 Minuten
Einsatzart: Drohneneinsatz
Einsatzort: Clausthal-Zellerfeld
Einsatzleiter: Polizei Clausthal-Zellerfeld
Mannschaftsstärke: 2/1/7=10
Einheiten und Fahrzeuge:
- Bergwachtgruppe Clausthal-Zellerfeld
- DRK-Bereitschaft Clausthal-Zellerfeld
- Drohnengruppe Clausthal-Zellerfeld
- RK GS 44-17-40, RK GS 44-59-40, RK GS 44-79-40, Drohne DJI M30T
Einsatzbericht:
Am Montagabend, den 30. März 2026, gegen 19:06 Uhr wurde die Drohnengruppe der DRK-Bereitschaft Clausthal-Zellerfeld gemeinsam mit der Bergwachtgruppe Clausthal-Zellerfeld und diversen weiteren Einsatzkräften zu einer Personensuche im Stadtgebiet alarmiert. Bereits zum Zeitpunkt der Alarmierung musste davon ausgegangen werden, dass die vermisste Person dringend medizinische Hilfe benötigt.
Nach einer kurzen Lagebesprechung mit der Einsatzleitung im Bereich der Ringerhalde positionierte sich unsere Drohnengruppe im Bereich der Berliner Straße. Nachdem ein Polizeihubschrauber seinen Einsatz nach kurzer Zeit wetterbedingt abbrechen musste, begann die Drohnengruppe von dort aus ein erstes Suchgebiet systematisch aus der Luft abzusuchen. Auffällige Wärmesignaturen wurden dabei unmittelbar von Einsatzkräften überprüft. Parallel dazu kontrollierten Einsatzkräfte mit unserem ATV (All-Terrain-Vehicle) zusätzliche Waldwege im Suchgebiet. Ein weiterer Trupp begleitete zudem die Rettungshundestaffel, um im falle des Auffindens der vermissten Person unmittelbar medizinische Hilfe leisten zu können.
Da zunächst keine Erkenntnisse gewonnen werden konnten, verlegte die Drohnengruppe im weiteren Verlauf mehrfach ihren Standort, um weitere Bereiche zu durchsuchen. Insgesamt konnten mit der Drohne eine Fläche von etwa 6 Quadratkilometer systematisch abgesucht werden.
Durch Ortungsspezialisten des Landeskriminalamtes konnte das Suchgebiet in den frühen Morgenstunden durch die Ortung des Smartphones der vermissten Person deutlich eingegrenzt werden. Gemeinsam mit drei Beamten des LKA folgten zwei unserer Einsatzkräfte dem Handysignal durch teils sehr schwer zugängliches Gelände.
Gegen 3:30 Uhr konnte die vermisste Person schließlich durch unsere Einsatzkräfte und die Polizeibeamten lebend an einem Steilhang unter dichter Vegetation aufgefunden werden. Unmittelbar nach dem Auffinden machten sich weitere Kräfte der Bergwacht gemeinsam mit der Polizei sowie einem RTW auf den Weg zum Patienten.
Da der Patient den Rettungswagen nicht eigenständig erreichen konnte, übernahmen wir den Transport mittels Gebirgstrage zum RTW.
Gegen 5:00 Uhr konnten schließlich auch die letzten unserer Einsatzkräfte den Einsatz beenden und den wohlverdienten Schlaf nachholen.
Ein großes Dankeschön richten wir hierbei an alle beteiligten Einsatzkräfte für die gute Zusammenarbeit sowie an die Beamten des LKA , ohne die die vermisste Person vermutlich nicht hätte aufgefunden werden können. Während des Einsatzes kümmerte sich die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld unteranderem um die Verpflegung der Helferinnen und Helfer, wofür wir uns selbstverständlich ebenfalls bedanken möchten.




